Kaffee aus Brasilien

Kaffeelandschaft Brasilien

Brasilien ist größtes Kaffeeanbauland. Etwa ein Drittel des weltweiten Kaffeeexports wird von Brasilien gestemmt, knapp gefolgt von Vietnam. Durch Massenproduktion dominieren die beiden Länder den Kaffeemarkt und tragen zusammen etwa die Hälfte des weltweiten Exports zusammen.

Dies verschafft den Anbauländern schnell einen schlechten Ruf, da die steigende Produktion die Preise verfallen lässt und häufig als schlechte Kaffeequalitäten für den Massenmarkt bestimmt ist.

Doch: man kann nicht ein gesamtes Anbauland über einen Kamm scheren. Auch in Brasilien werden fantastische Kaffees angebaut, die durch ihre Süße und ihren vollen Körper bestechen. Außerdem treffen die typischen nussig-schokoladigen Noten den Geschmack so vieler Kaffeetrinker.

Reife Kaffeekirschen

Typisch für brasilianische Kaffees ist die trockene Aufbereitung der Kaffeekirschen nach der Ernte. Das bedeutet, dass das Fruchtfleisch nicht sofort maschinell entfernt wird, sondern die Kirschen samt Fruchtfleisch auf großen Flächen oder hängenden Netzen (raised beds) getrocknet werden. Dadurch werden spannende Aromen erreicht, die je nach Dauer und klimatischen Umständen während der Trocknung variieren können.

Unser brasilianischer Kaffee stammt von der Fazenda Alianca. Die Catuai Varietäten werden in einer Höhe von 850–1100m angebaut und nach der Ernte halbtrocken aufbereitet (pulped natural). Dies ist eine Aufbereitungsmethode, die als Hybrid zwischen der gewaschenen und trockenen Methode bezeichnet werden kann: Dafür wird ein Großteil des Fruchtfleisches zunächst entfernt und die Bohnen mit den Fruchtfleischresten anschließend zum Trocknen ausgelegt. So kann das süße Fruchtfleisch an der Bohne fermentieren und erzeugt einen einzigartigen Geschmack.

 

Uns erinnert der geröstete Kaffee an schokoladige und nussige Noten und weist einen tollen Körper auf.

 

Verfasser: Tilman (CEO, Röster, Barista, Kaffeenerd)